Heimatmuseum Freudenthal / Altvater


Der Großteil der Heimatvertriebenen, die 1945/46 nach Memmingen kamen, waren Sudetendeutsche, und von diesen wiederum stammten sehr viele aus Stadt und Kreis Jägerndorf und Freudenthal, sowie anderen Orten des Altvatergebirges. Memmingen wuchs damals von rund 16.000 auf über 24.000 Einwohner.

Anläßlich der Patenschaftsübernahme Memmingens über die deutsche Bevölkerung von Stadt und Kreis Freudenthal im August 1956 wurde die Heimatstube Freudenthal eröffnet. Nach zweimaligen Erweiterungen beträgt die Ausstellungsfläche inzwischen 135 qm. Es zählt zu den 43 vom Bundesinnenministerium anerkannten ostdeutschen Heimatmuseen.

Sein Anliegen ist es, das Andenken an die Geschichte und deutsche Kultur des Sudetenlandes für ihre Nachkommen zu bewahren und der einheimischen Bevölkerung nahe zu bringen.

In den vier Zimmern und drei Gängen wird folgendes dokumentiert:

  • Geschichte der Besiedlung des Sudetenlandes
  • Historische Entwicklung des Sudetenlandes von 1213 – 1946 am Beispiel Freudenthals
  • Entwicklung des Deutschen Ordens und seine Bedeutung für Freudenthal
  • Karten, Großaufnahmen und Ortschroniken aus Stadt und Kreis Freudenthal sowie der Landschaft Altvater, Trachten, Gesellschaftsleben,
  • Arbeiterschaft, Industrie und heimische Literatur

Ferner enthält das Museum eine Fülle von Literatur und Dokumenten über die Geschichte Sudetenschlesiens in seinen Archiven sowie historische Quellen und Dokumente zur politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Geschichte der sudetendeutschen Stadt Freudenthal, Patenstadt Memmingens seit 1956.



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