Das Projekt Zeitmaschine Freiheit

Beim Betreten eines Stadtmuseums lässt man den Alltag draußen und verschwindet in ­anderen, in vergangenen Zeiten. Es bleibt der gleiche Ort – die gleiche Stadt. Alles, was man sieht, ist in dieser Stadt passiert – nur in einer anderen Zeit. Das Stadtmuseum agiert somit als eine Art Zeitmaschine.

Wir bauen uns eine eigene Zeitmaschine – eine Zeitmaschine, die als mobiler Ausstellungsort, als Bühne und als Versammlungsort über die gesamte Projektzeit an verschiedenen Plätzen in Memmingen auftaucht und so die Menschen mit dem Stadtmuseum auf eine Zeitreise und eine Reise zur Freiheit schickt. Denn die Freiheit hat in Memmingen eine ganz eigene Historie und zwar in Form der 12 Artikel. Das 1525 während der Bauernkriege in Memmingen entstandene Dokument gilt als eine der europaweit ersten Niederschriften von Menschen- und Freiheitsrechten. Vor diesem historischen Hintergrund fragt das Projekt „Zeitmaschine Freiheit“ danach, wie der Anspruch auf Presse-, Glaubens- und Meinungsfreiheit, auf Gleichberechtigung von Mann und Frau und Freiheit in der Fremde in unseren heterogenen Stadtgesellschaften verwirklicht werden kann.

Wir wollen wissen was Freiheiten im städtischen Leben von Memmingen aus heutiger Sicht bedeutet.

Unsere Zeitmaschine, in Form eines mobilen Ausstellungskubus, ermöglicht dem Stadtmuseum und unseren Partnern die Gestaltung einer Freifläche für Freiheit. Die Beteiligten können in Form von Ausstellungen, Theater, Musik und Tanz ihrer Freiheit Ausdruck verleihen.

Jede Ausstellung wird mit weiteren Informationen im Stadtmuseum begleitet. Ein reger Austausch zwischen den Schauplätzen in der Stadt und dem Stadtmuseum ist demnach angedacht und wird durch die Kombination von Außen- und Innenpräsentation angeregt. Auch dient das Stadtmuseum und seine Sammlung den Mitgestaltern und Partnern als Inspirationsquelle für die Ausarbeitung.

Alle Ausstellungsprojekte werden durch ein museumspädagogisches Programm begleitet. Die Ergebnisse der museumspädagogischen Aktionen werden veröffentlicht. So können auch die jüngsten TeilnehmerInnen ihre Vorstellung von Ihrer Stadt, ihren Bedürfnissen im städtischen Leben sichtbar machen.

Wir wählten 12 Partner und 12 Aktionen, und einen Rundgang mit 12 Stationen– die Zahl 12 zieht sich demnach ganz bewusst wie ein roter Faden durch das Projekt in Erinnerung an die 12 Bauernartikel, an Memmingen als Stadt der Freiheits- und Menschenrechte. – Doch die Partnerzahl ist nun schon gewachsen und wir hoffen sie wächst noch weiter Auch das Projekt soll wachsen und ist bewusst offengehalten.



Das Projekt Zeitmaschine Freiheit wird gefördert im Fonds Stadtgefährten der

Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung