in Fakten und Bildern zur Frauengeschichte

Vom „Fräulein“ und „Heimchen am Herd“ zur „modernen Frau“ und „Familienmanagerin“ – so wird die Entwicklung des Frauenlebens geradlinig gedeutet. Die Geschichte der weiblichen Bestimmung oder Selbstbestimmung verlief jedoch keineswegs direkt in Chancengleichheit und Freiheit für Frauen und Familien.

Noch 1900 galt: „Dem Manne steht die Entscheidung in allen das gemeinschaftliche Leben betreffenden Angelegenheiten zu.“ (BGB). Erst seit 1969 sind verheiratete Frauen juristisch als geschäftsfähig anerkannt. Die gesellschaftlichen Grundlagen und rechtlichen Fakten, die seither geschaffen wurden, erscheinen heute selbstverständlich.

Die Ausstellung im ehemaligen Kinosaal bietet interessante und unterhaltsame Einblicke in die Frauengeschichte und zeigt deren Entwicklung im Zeitraffer. Anhand von Attributen der Frauenrollen – Betbank und Bikini, Schulranzen und Schürze, Wahlschein und Waschmaschine – werden Pflichten und Rechte aufgezeigt. Historische Fotografien aus Memmingen machen einstiges Frauenleben anschaulich, darunter Mode, Beruf, Häuslichkeit, Jugend und Mutterschaft.

„He, Fräulein!“ ist eines der 12 Teilprojekte von „Zeitmaschine Freiheit“, dem zweijährigen Projekt zur Initiierung neuer Partnerschaften für das Stadtmuseum Memmingen, gefördert durch den Fonds „Stadtgefährten“ der Kulturstiftung des Bundes.

Eine Ausstellung des Stadtmuseums Memmingen in Zusammenarbeit mit der Frauengeschichtswerkstatt Memmingen e.V., dem Frauennetzwerk Memmingen e.V. und der Frauen- und Gleichstellungsbeauf-tragten Memmingen als Teil des Projekts „Zeitmaschine Freiheit“.

09.12.2016 – 08.03.2017, im ehemaligen Union-Kino, Maximilianstraße 23, 87700 Memmingen, Eintritt frei.

 


Das Projekt Zeitmaschine Freiheit wird gefördert im Fonds Stadtgefährten der

Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung