Aktuelle Ausstellung


Feibelmann muss weg
Ein antisemitischer Vorfall aus der schwäbischen Provinz
Wanderausstellung des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben in Kooperation
mit dem Netzwerk Historische Synagogenorte in Bayerisch-Schwaben

 

Ausstellung seit 30. Juni 2022 im Stadtmuseum Memmingen

Im Stadtmuseum Memmingen startet die Wanderausstellung mit Blick auf das Haus, an dem 1933 die Tragik ihren Lauf nahm.

Nach der NS-Machtübernahme wurde Antisemitismus in Deutschland nicht nur von oben verordnet. Persönliche Ressentiments spielten weiter eine wichtige Rolle. Durch sie entwickelten die antijüdischen Hetzkampagnen und Gewaltmaßnahmen vor Ort vielfach eine ganz eigene Dynamik, wie auch Jakob Feibelmann erfahren musste. Der Memminger Unternehmer wurde ab 1933 mit anonymer Drohpost überschüttet, die ihn massiv anfeindete und zur Emigration drängte. Ende 1934 flüchtete er schließlich nach Palästina und nahm die Drohschreiben mit, die er als Beweismittel gesammelt hatte.

Die Ausstellung setzt sich anhand von 22 Reproduktionen erhaltener Briefe und Postkarten mit den Anfängen der nationalsozialistischen Judenverfolgung auf lokaler Ebene auseinander. Dabei verschränkt sie Täter- und Opfergeschichte und fragt sowohl nach den Urheber*innen der Hassbotschaften und möglichen Mitwisser*innen wie auch nach den Konsequenzen für Jakob Feibelmann.

Ausstellungslaufzeit: 1. Juli 2022 – 22. Januar 2023

Aktuelle Informationen zu unserem Begleitprogramm finden Sie hier.