
Barocker Handel & Wandel – Zwei Orte, eine Geschichte
Wie wurde Memmingen zu einer der bedeutenden Handelsstädte des Barock? Welche Waren, Menschen und Ideen bewegten sich entlang der großen europäischen Handelsrouten? Antworten auf diese Fragen bietet der Thementag „Barocker Handel & Wandel“ am 3. Oktober 2026, den das Stadtmuseum Memmingen in Kooperation mit dem Fruchtspeicher Fellheim im Rahmen der kulTOUR-tage Unterallgäu gestaltet.
Im Mittelpunkt stehen zwei außergewöhnliche barocke Baudenkmäler, die eng mit der Wirtschafts- und Handelsgeschichte der Region verbunden sind: der Hermansbau in Memmingen und der Fruchtspeicher in Fellheim. Sonderführungen um 11 Uhr im Stadtmuseum Memmingen sowie um 14 Uhr im Fruchtspeicher Fellheim machen Architektur, Handelsgeschichte und die Welt der barocken Zuckerbäckerei lebendig und beleuchten die Rolle prägender Adelsfamilien und Kaufleute.
Die Ausstellung „Barock – Bombasin und Bonbons“ zeigt, wie globale Handelsbeziehungen den Alltag Europas veränderten. Kostbare Stoffe wie Bombasin, Zucker, Kaffee und weitere Luxusgüter gelangten über die Handelsroute Venedig – Innsbruck – Memmingen – Frankfurt – Amsterdam nach Mitteleuropa und prägten Mode, Genusskultur und gesellschaftliche Repräsentation. Am Beispiel des Memminger Kaufmanns Benedikt von Herman wird deutlich, wie eng wirtschaftlicher Erfolg und internationale Netzwerke miteinander verbunden waren.
Der Thementag führt diese Themen aus dem Museum hinaus an authentische Schauplätze. Besucherinnen und Besucher erleben, wie Architektur, Handel und Alltagskultur im Barock zusammenwirkten und warum Memmingen eine Schlüsselrolle im europäischen Warenverkehr spielte. Damit bietet „Barocker Handel & Wandel“ die ideale Gelegenheit, die Inhalte der Ausstellung aus einer neuen Perspektive zu entdecken und die Geschichte einer Epoche des Austauschs und der Innovation unmittelbar nachzuvollziehen.

