Made in Japan

Blechspielzeug der 50er bis 70er Jahre

 

Der Beginn des japanischen Spielzeugs liegt bereits im 19. Jahrhundert, die Tradition ist also nahezu ähnlich gewichtig wie bei den europäischen Herstellern. Auch die Qualität des frühen japanischen Blechspielzeugs reicht durchaus an die der deutschen Hersteller heran. Dem frühen Spielzeug ist zudem seine Herkunft noch deutlich anzusehen. Das Lokalkolorit lässt sich durch japanische und asiatische Gesichtszüge, japanische Kleidung usw. auf den jeweiligen Exponaten nachweisen. Es ist davon auszugehen, dass solches japanisch inspiriertes Spielzeug auch im Wesentlichen für den heimischen, den japanischen Markt bestimmt war.

Viele Modelle ähnelten denen der westlichen Hersteller. Die Japaner waren jedoch auf dem Gebiet der Ausstattung mit batteriebetriebenen Elektromotoren ganz vorne. Dank dieser Motoren waren die Modelle fähig, nicht nur eine, sondern gleich mehrere Funktionen auszuüben. So konnten insbesondere Blechfiguren nicht nur Bewegung ausführen, sondern parallel auch noch Töne von sich geben. Japanisches Blechspielzeug zeichnete sich schon immer durch eine große Flexibilität aus.

Allerdings geht auch in Japan der Trend in Richtung Plastikspielzeug immer weiter. Auch hier gibt es Spielzeug aus Blech fast nur noch bei den vielen Replika-Modellen, die überwiegend schon gar nicht mehr in Japan, sondern in China, Indien, Taiwan oder Indonesien hergestellt werden.

Für den Sammler von japanischem altem Blechspielzeug sind sicherlich Bandai und Ichiko die interessantesten Hersteller. Daneben sollte man seine Suche aber noch auf Sanshin, KO, ASC, Endoh, Daiya, HTC oder Yonezawa ausweiten.

In der Ausstellung sind Exponate aus der umfangreichen Sammlung von Rosemarie und Götz Weidner aus München zu sehen.

Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung