Weitere Informationen zum Gemäldezyklus "Die Vier Elemente"


Die gesteigerte Aufmerksamkeit, die Johann Heiss in den vergangenen Jahren in der Kunstwelt erfuhr, nahm seinen Ausgang von der umfassenden Bildmonographie des renommierten Heiss-Forschers Dr. Peter Königfeld aus Hannover. Seither wissen wieder mehr Menschen, dass Johann Heiss zu den wichtigsten Malern Deutschlands in der 2. Hälfte des 17. Jh. gehört, wurden doch seine mythologischen, allegorischen und religiösen Gemälde von fürstlichen wie bürgerlichen Sammlern gleichermaßen geschätzt. Seine Altarblätter fanden ihren Weg in viele katholische und protestantische Kirchen Schwabens, Bayerns und Österreichs. Heiss gestaltete seine Themen und Motive mit Opulenz. Er orientierte sich an italienischer und flämischer Malkunst und hält für den informierten Betrachter bis heute eine Zeitreise in die abendländische Kulturgeschichte bereit.

Die Stadt Memmingen verfolgte in den zurückliegenden Jahren die Neustrukturierung ihrer barocken Kunstbestände. Seit 1995 wurden deshalb aus der Sammlung der Stadt sowie den Ankäufen der Sparkassenstiftung Memmingen-Mindelheim hochrangige Werke von Johann Heiss im Stadtmuseum im Hermansbau zusammengeführt. Der Erwerb des Vier-Jahreszeiten-Zykluss durch die Sparkassenstiftung Memmingen-Mindelheim für das Stadtmuseum und damit die Rückkehr des Kunstwerkes an den Geburtsort des Künstlers stellten einen ersten Höhepunkt dieser Entwicklung im Jahr 2005 dar.

Nun kann ein Neuzugang der Memminger Barockgalerie vermeldet werden. Als langfristige Leihgabe aus italienischen Privatbesitz gelangt ein weiterer Gemäldezyklus von Johann Heiss in das Stadtmuseum Memmingen. Das Werk „Die Vier Elemente“ wurde von Heiss im Jahr 1690 in Augsburg geschaffen und zeigt eine vielfigurige Komposition, die in typischer Barockmanier Allegorien der Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft ins Bild setzt.

Die  eindrucksvolle Zusammenstellung hochrangiger Heiss-Exponate am Geburtsort des Barockmeisters erfährt durch den Neuzugang eine außerordentliche Bereicherung. Die gleichzeitige Präsentation des „Vier-Jahreszeiten Zyklus“ aus dem Jahr 1776, als Heiss noch in Memmingen lebte und der „Vier Elemente“ aus der späteren Augsburger Periode des Künstlers, ermöglicht  dem Besucher des Stadtmuseums einen seltenen vergleichenden Blick auf die Hochphasen des Heiss’schen Schaffens.

In Anwesenheit der italienischen Sammlerin und Eigentümerin werden die neuen Ausstellungsstücke in einer Feierstunde am Sonntag, 1. Juni 2008 der Öffentlichkeit präsentiert. Zur Vorstellung des Gemäldezyklus spricht Kulturamtsleiter Dr. Hans-Wolfgang Bayer, für die musikalische Umrahmung sorgt die Sing- und Musikschule Memmingen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, die Erweiterung der Barockgalerie im Stadtmuseum in einem neu gestalteten Raum des barocken Patrizierpalais erstmals zu besichtigen.

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